Ökolandbau

Mehr Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg

Bio + Regional = Optimal

Der Bio-Sektor in Baden-Württemberg wächst und gedeiht. Immer mehr Menschen wollen wissen, wie und wo ihre Lebensmittel produziert werden. Sie legen Wert auf regionale Bio-Lebensmittel und die Nachfrage übersteigt das regionale Angebot.

Als Landesregierung ist es uns wichtig, die steigende Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln bestmöglich aus der Region erfüllen zu können. Sie ist eine Chance, den Ökolandbau weiter zu stärken und die Wertschöpfung von der Erzeugung über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung und der Außer-Haus-Verpflegung weiter zu steigern. Aus diesem Grund fördert das Land in den Bio-Musterregionen ein Regionalmanagement, das die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure besonders stärkt und gemeinsam Ideen entwickelt.  Ziel ist es regionales Bio in kurzen Wertschöpfungsketten voranzubringen.

Bereits Anfang 2018 wurden die ersten vier Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg bekannt gegeben und befinden sich nun in der Umsetzung. Im September 2018 hat Herr Minister Hauk die zweite Ausschreibung für weitere Bio-Musterregionen auf den Weg gebracht. Bis zum 21. Dezember 2018 konnten Konzepte eingereicht werden.

Die Entscheidung für die Auswahl der Bio-Musterregionen auf der Basis der eingereichten Konzepte wurde durch ein Entscheidungsgremium, bestehend aus Vertretern der Politik und Verwaltung, der Bauernverbände, der Ökoverbände, sowie des Tier- und Naturschutzes, am 1. Februar 2019 getroffen. Es wurde entschieden, alle fünf eingegangenen Bewerbungen als neue Bio-Musterregionen auszuwählen.

In Südbaden im Regierungsbezirk Freiburg, wo es bereits die Bio-Musterregion Bodensee gibt, kommt nun die Bio-Musterregion Freiburg zum Zug. Daran beteiligt sind die Landkreise Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald und die Stadt Freiburg.

In Südwürttemberg im Regierungsbezirk Tübingen hat sich der Landkreis Biberach beworben, welcher an die bereits bestehenden Bio-Musterregionen Ravensburg und Bodensee angrenzt.

In Nordwürttemberg im Regierungsbezirk Stuttgart werden zwei neue Bio-Musterregionen zur bestehenden Bio-Musterregion „Heidenheim plus“ dazukommen. Dies sind der Hohenlohekreis gemeinsam mit dem Landkreis Schwäbisch Hall („Bio-Musterregion Hohenlohe“), sowie der Landkreis Ludwigsburg zusammen mit der Landeshauptstadt Stuttgart („Bio-Musterregion Ludwigsburg-Stuttgart“).

In Nordbaden im Regierungsbezirk Karlsruhe wird der Neckar-Odenwald-Kreis zu der bereits aktiven Bio-Musterregion Enzkreis hinzukommen.

Die ausgewählten Konzepte sind vielfältig und ideenreich. Sie ergänzen die bestehenden Bio-Musterregionen mit neuen Facetten und knüpfen an die vorhandenen Strukturen an. Da die förderrechtlichen Rahmenbedingungen für die Maßnahme mittlerweile geschaffen wurden, können die neuen Regionen direkt mit der Umsetzung beginnen.

Zukünftig werden also insgesamt neun Bio-Musterregionen in Baden-Württemberg das Bewusstsein für ökologischen Landbau und für regionale Bio-Lebensmittel stärken, Kooperationen anregen und Impulse für mehr Bio in und aus Baden-Württemberg setzen.